89.000 Auszubildende: Kfz-Gewerbe boomt

Rund eine halbe Million Menschen arbeitet allein in Deutschland im Kfz-Bereich, darunter auch etwa 89.000 Azubis in insgesamt 40.000 Kfz-Betrieben und Autohäusern. Die Kfz-Branche gehört damit zu den größten Ausbildern des Landes – kein Wunder, bei der Vielfältigkeit an Ausbildungsberufen! Denn von Automobilkaufmann/-frau über Fahrzeuglackierer/in bis hin zum/zur Kfz-Mechatroniker/in kann man vieles lernen und die Möglichkeiten zur Weiterbildung nach abgeschlossener Ausbildung sind zahlreich. Eines haben alle Ausbildungsberufe in der Kfz-Branche gemeinsam: Die Tätigkeitsfelder und Aufgabengebiete sind sehr anspruchsvoll. Deswegen werden zunehmend mehr Jugendliche gesucht, die technisch begabt, kommunikativ und automobilinteressiert sind. In diesem Artikel stellen wir euch drei Ausbildungsberufe der Kfz-Branche vor und nehmen sie genauer unter die Lupe.

Automobilkaufmann/-frau

Man hört es schon raus: Diese Ausbildung ist eine kaufmännische und hat neben Autos auch viel mit Zahlen zu tun. Entscheidend ist auch die Kommunikationsfähigkeit, denn in dieser Ausbildung werden vor allem Kunden beraten, wenn es um verschiedenste Serviceleistungen oder den Kauf eines Autos geht. Gleichzeitig kommt auf Azubis eine genau Buchführung über die Zahlen des Unternehmens zu, denn auch die betrieblichen Ressourcen müssen im Blick behalten werden. Arbeiten können Azubis dann in Autohäusern, bei Automobilherstellern und bei Importeuren. Wer sich nach Haupt- oder Realschulabschluss bzw. Abitur also zu dieser Ausbildung entschließt, den erwartet viel Kundenkontakt, aber auch verschiedene Aufgaben im Bereich Marketing und Technik.

Kfz-Mechatroniker/in

Azubis lernen in dieser Ausbildung alles über Mechanik und Elektronik – wie es auch im Namen steckt. Computer und elektronische Mess- und Prüfgeräte sind daher tägliche Begleiter im Berufsleben; dazu kommen verschiedenste Montage- und Demontagegeräte. Die Ausbildung hält ein spannendes Umfeld bereit und beschäftigt sich mit HighTech – egal ob in Kleinwagen, Motorrädern, Nutzfahrzeugen oder schweren Lkws. In der dreieinhalbjährigen Ausbildung lernen Azubis alles über Fahrzeugtechnik und können sich innerhalb der Ausbildungszeit auf einen von fünf Schwerpunkten spezialisieren.

Fahrzeuglackierer/in

Diese Ausbildung dauert drei Jahre und Azubis können diese in Kfz-Betrieben, Fachwerkstätten, bei Autoherstellern oder Importeuren absolvieren. Fahrzeuglackierer/innen kommen immer dann zum Einsatz, wenn Lackschäden am Auto entstanden sind, beispielsweise wenn ein Kotflügel nach einem Unfall beschädigt ist. Aber auch um die Anbringung großflächiger Werbung auf Autos kümmern sie sich. Doch der Job beinhaltet nicht nur das Auftragen von neuem Lack – auch Dellen müssen ausgebeult und Roststellen entfernt werden – das erfordert eine präzise Arbeitsweise. Dazu kommen verschiedene Werkzeuge wie Spritzpistolen, Pinsel oder Folien zum Einsatz. Gleichermaßen müssen Azubis die Funktion von elektrischen oder hydraulischenTeilen erfassen und beurteilen können. Auch Kundenberatung und Kommunikation gehören in dieser Ausbildung zu den Hauptaufgaben.

Na, wurde euer Interesse geweckt? Wenn euch von diesen drei Berufen keiner wirklich gefällt, ihr die Kfz-Branche aber interessant findet, dann bleibt gelassen: Es gibt noch so viel mehr Berufe in diesem Bereich, die vielleicht besser zu euch passen. Einfach mal ein bisschen recherchieren!

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 8./9.4.2017)

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