Ausbildung als Heilerziehungspfleger/in: Hier ist Sensibilität gefragt

Heilerziehungspfleger/innen müssen besonders sensibel sein, denn sie betreuen Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen. Sie erziehen sie zu einem individuellen Menschen, unterstützen sie in allen Lebenslagen und fördern sie natürlich auch in unterschiedlichen Bereichen. Wenn du ein sehr einfühlsamer und vor allem geduldiger Mensch bist, der gut mit anderen Menschen umgehen und seine Bedürfnisse auch ab und zu hinten anstellen kann, dann solltest du weiterlesen. Denn diese Ausbildung könnte genau das Richtige für dich sein.treatment-1327811_1920

Art der Ausbildung: schulisch (Berufsfachschule und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung)
Zuständige Stelle: Deine Prüfungen legst du an deiner Schule vor einem Prüfungsausschuss ab.
Dauer: 2 -3 Jahre in Vollzeit, 3 -4,5 Jahre in Teilzeit

Unterstützung in allen Lebensbereichen

Menschen mit Behinderung egal welcher Art benötigen Unterstützung in nahezu allen Lebensbereichen. Sie müssen zum einen physisch gepflegt, zum anderen psychisch betreut werden. Denn Ziel ist es, Behinderte so gut es geht in den Alltag zu integrieren. Deswegen soll ein/e Heilerziehungspfleger/in Behinderten dabei helfen, so eigenständig und leistungsfähig wie möglich zu werden und zu bleiben. Natürlich ist dafür eine Menge Fürsorge nötig: In deiner Ausbildung lernst du, wie du für Menschen mit unterschiedlich schweren Behinderungen angemessene Freizeitprogramme zusammenstellst, um sie eben auch sozial zu fördern. Zu deinen Aufgaben zählt auch, deine Patienten schulisch oder beruflich zu unterstützen, damit sie sich bestmöglich integrieren können. Hinzu kommen Pflegeaufgaben, d.h. du hilfst den Behinderten beim Essen, An-und Ausziehen und Waschen und achtest gegebenenfalls darauf, dass sie ihre Medikamente rechtzeitig nehmen.

Aufgrund der Vielfältigkeit deiner Tätigkeiten tauchst du während dieser Ausbildung nicht nur in Bereiche der Pädagogik und Medizin ein, sondern lernst auch wichtige psychologische Grundlagen kennen. Im Bereich der Heilpädagogik lernst du so beispielsweise, wie man Menschen mit bestimmten Behinderungen speziell erzieht und betreut. Du hilfst ihnen, ihre Freizeit und ihren Lebensraum zu gestalten. Dazu zählt auch, dass sie mit dir zusammen lernen, ihren eigenen Haushalt zu führen. Um dich besser in die Lage deiner Patienten hineinfühlen zu können wirst du auch eine Menge über Integration und die soziale Situation von Behinderten lernen.

Nach der Ausbildung, die hauptsächlich in der Berufsschule stattfinden wird und durch Praktika in entsprechenden Einrichtungen begleitet wird, folgt wie immer eine Abschlussprüfung – die kann allerdings von Bundesland zu Bundesland variieren. Bestehst du die Prüfung, bist du ein/e staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in. So weit, so gut. Und dann?

Anschließend kannst du in unterschiedlichen Bereichen arbeiten:

  • in Heimen, Tagesstätten und Kliniken
  • in Förderschulen und Kindergärten
  • in Privathaushalten

Du kannst mit der Ausbildung außerdem eine Weiterbildung zum/zur Fachwirt/in für Gesundheits- und Sozialwesen, Motopädagogen oder Sonderpädagogen machen. Oder aber du willst noch ein Studium dranhängen – wie wäre es mit Heilpädagogik, Sozialer Arbeit oder Rehabilitationspsychologie?

Du siehst also, dass diese Ausbildung dir viele Türen zum späteren Berufsleben öffnet. Wieso also nicht mal eine aufmachen und gucken, wohin dich der Weg führt?

(Quelle: www.azubiyo.de)

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