Ausbildung als Textilreiniger/in

Textilreiniger/in zu sein bedeutet längst mehr, als nur Soßenflecken zu entfernen. Die Wenigsten wissen, was tatsächlich alles dahintersteckt. Wir klären euch auf, warum Azubis in der Textilreinigung derzeit gefragter sind denn je – und was diesen Job ausmacht.

laundromat-708176_1920

Der Wandel der Gesellschaft geht eindeutig in eine bestimmte Richtung: eine steigende Lebenserwartung und immer mehr ältere Menschen. Was das mit Textilreinigung zutun hat? Genau genommen sogar ziemlich viel, sagt Yvonne Reichelt, Betriebsleiterin der Puschendorf Textilservice GmbH in Schönebeck. Denn sie weiß, dass Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sich auf immer mehr Patienten insgesamt einrichten müssen. Das bedeutet für die Textilreinigungsindustrie: deutlich mehr Bettwäsche und OP-Textilien, die ständig gereinigt werden müssen. Reichelt kennt die Konsequenzen für ihr Unternehmen:

„Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, streben wir ein beständiges Wachstum unseres Unternehmens an und investieren in einen modernen Maschinen- und Fuhrpark. Nicht zuletzt brauchen wir aber auch motivierte Auszubildende und spätere Mitarbeiter, um langfristig gemeinsam diesen Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu gehen.“

Wer sich also für diese Ausbildung interessiert, der sollte sich schon mal in Schönebeck bewerben. Über eines sollten sich angehende Azubis allerdings im Klaren sein: Textilreiniger/in zu sein heißt längst nicht mehr, nur Flecken zu entfernen oder den Knopf auf der Waschmaschine zu drücken. Es gehört viel mehr dazu. Bei der chemischen Reinigung spielen beispielsweise computergesteuerte Systeme und komplizierte chemische Prozesse eine große Rolle.

Azubis sollten nicht nur darauf vorbereitet sein, sich in ihrer Ausbildung ein breites Fachwissen anzueignen, sondern auch bereit sein, einen Großteil der Arbeit per Hand zu erledigen. Denn es wird trotz aller modernen Prozesse noch ganz altmodisch gefaltet, gebügelt, berechnet, justiert, gemischt, gewogen und vieles mehr.

Das Beste daran: Die Übernahmechancen sind gut – zumindest in Yvonne Reichelts Firma. Also nichts wie ran ans Bewerbungen schreiben!

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 15.02.2017)

Kommentar verfassen