Ausbildung in Teilzeit – Was ist das?

Ausbildung in Teilzeit? Das geht? Klar! Aber auch erst seit etwa zehn Jahren. Diese Art von Ausbildung wurde damals vom Bund ins Leben gerufen – aber nicht für diejenigen, die während ihrer Lehre genug Freizeit haben wollen, um Kontakte zu pflegen oder ihren Hobbys nachzugehen.apple-1851464_1920

Ausbildung in Teilzeit gibt es nämlich vorrangig für junge Eltern, die einfach mehr Flexibilität benötigen, um Berufsausbildung und Familie unter einen Hut zu bekommen. Natürlich bringt diese in der Öffentlichkeit noch relativ unbekannte Form der Ausbildung neben Vorteilen auch einige Nachteile mit sich, die wir in diesem Artikel abwägen wollen.

Doch zunächst einmal: Wie läuft eine solche Ausbildung ab?

Rechtlich gesehen ist die Ausbildung in Teilzeit seit 2005 gesetzlich festgelegt. Das bedeutet in der Praxis: Die Arbeitszeit während der Lehre kann auf 20 bis 35 Stunden pro Woche reduziert werden, je nachdem, wie sich der/die Auszubildende mit dem Geschäftsführer einig wird. Die Zeit jedoch, die man in der Berufsschule verbringt, kann nicht geändert werden. Das Beste daran? Die (meist drei Jahre dauernde) Ausbildungszeit verlängert sich im Normalfall nicht.

Wer genau darf nun eigentlich eine Ausbildung in Teilzeit beantragen?

Um eine solche Ausbilung zu beantragen, muss man mindestens eine von bestimmten Voraussetzungen erfüllen:

  • Betreuung eigener Kinder
  • Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen (z.B. Eltern)
  • Gesundheitliche Einschränkung oder Behinderung
  • Teilnahme am Leistungssport

Wer bietet Teilzeitausbildungen an?

Theoretisch bieten alle Berufsrichtungen so etwas an, sofern sie im dualen System, also der Kombination aus Arbeit im Betrieb und Lernen in der Berufsschule, gelehrt werden. Beliebt für Teilzeitausbildungen sind vor allem diese Berufsrichtungen:

  • Gesundheitsbranche
  • Kaufmännische Berufe
  • Freie Berufe (Krankengymnasten, Hebammen)
  • Handwerkliche Berufe
  • Berufe im Öffentlichen Dienst
  • Landwirte
  • Hauswirtschafter

Nachdem ihr nun in etwa wisst, was es mit der Teilzeitausbildung auf sich hat, stellen wir euch die Vor- und Nachteile zusammen.

Vorteile:

  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Mehr Flexibilität im Alltag
  • Vollwertiger Abschluss

Nachteile:

  • Entsprechend niedriegeres, anteiliges Gehalt
  • Stoff muss in kürzerer Zeit erlernt werden

Fazit:

Vor allem für junge Mütter eignet sich diese Art von Ausbildung ideal, um gleichzeitig ein Kind großzuziehen und dabei einen Abschluss zu erwerben. Sicher ist, dass dafür aber auch ein hohes Maß an Disziplin und sog. Selbstmanagement nötig ist. Zudem schrecken viele Unternehmen noch davor zurück, Ausbildungsstellen in Teilzeit zu vergeben – eine passende Ausbildungsstelle ist also (noch) relativ schwer zu finden.

(Quelle: Karrierebibel)

 

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