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Ausbildung als Konditor/in: Kreativität ist nicht alles

Wer an Konditoreien, Bäckereien und Cafés denkt, dem kommt neben einem herrlichen Kaffeeduft auch gleich der Gedanke an hübsch verziertes und dekoriertes Gebäck – das Auge isst schließlich mit. Zu besonderen Anlässen gibt es außerdem fast immer besondere Torten, ob ein- oder mehrstöckig, mit Zucker- oder Marzipanblumen verziert oder sogar mit Foto – bei den meisten Anlässen bleiben solche Torten den Gästen im Gedächtnis.

Deswegen ist es umso wichtiger, dass Torten, Kuchen und Gebäck optisch perfekt aussehen – schmecken sollte es natürlich auch. Um das perfekt hinzubekommen, muss man eine Ausbildung zum/zur Konditoren/Konditorin gemacht haben. Denn dann erlernt man alle Fähigkeiten, die es braucht, um Backwaren gut schmecken zu lassen und appetitlich zu gestalten – und das ist meist alles andere als einfach. Oftmals fordert es viel Geschick, Konzentration und Durchhaltevermögen, weiß auch der 23-jährige Konditor-Azubi Marc Dierig: „Egal, ob man eine einzelne Torte verziert oder 200 Teilchen Spritzgebäck formt – wenn man gedanklich abschweift, passieren Fehler, und das Produkt ist wertlos.“

Der Job verlangt Azubis und Mitarbeitern aber noch ganz andere Fähigkeiten ab. Denn auch körperlich kann es mitunter körperlich sehr anstrengend werden; oftmals müssen schwere Lasten wie z.B. 25kg-Mehlsäcke von einem Ort zum anderen geschafft werden. Auch das Teigkneten hat es in sich. Aber natürlich hat der Beruf auch viele schöne Seiten. Das sind vor allem die lächelnden Gesichter der Kunden, die ihre Hochzeitstorten abholen, Geburtstagstorten planen oder sonntags mit Kaffee und Tee gemütlich bei einem Stück Torte sitzen.

Wer sich für die duale Ausbildung entscheidet, braucht verschiedene Voraussetzungen, um im Beruf Erfolg zu haben. Mit guten Noten in Chemie und Mathe kannst du in dieser Ausbildung auf jeden Fall punkten. Auch eine Begabung für Kunst ist in diesem Bereich durchaus hilfreich. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und Neugierde für die Ausbildung zum Konditor mitbringst. Weitere Stärken, die man beim Herumwerkeln in der Küche haben sollte, sind Verantwortungsbewusstsein sowie Geschicklichkeit und Sinn für Ästhetik.

Nach der Ausbildung arbeiten Konditoren in Konditoreien, Confiserien, Cafés oder Bäckereien mit Feinbackwarensortiment. Daneben gibt es auch Beschäftigungsmöglichkeiten im Patisseriebereich großer Hotels und Restaurants. Du solltest dir auch im Klaren sein, dass du als Konditor eventuell an Wochenenden und Feiertagen arbeiten musst. Hinzu kommt das frühe Aufstehen, damit die Waren auch frisch angeboten werden können. Fest steht: Konditor zu sein bedeutet, ein echtes Handwerk zu erlernen – und ist alles andere als nur ‚Backen‘.

Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 1./2.04.2017 & www.azubiyo.de

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