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Den passenden Beruf finden – So geht’s

Kinder wissen meist ganz genau, was sie später einmal beruflich machen wollen. Die Antworten lauten meist: Prinzessin, Feuerwehrmann oder Fußballprofi.  Doch wenn es dann soweit ist und es darum geht, bald eine Ausbildung zu beginnen, dann sind viele im ersten oder auch im zweiten Moment ratlos. Wir geben ein paar Tipps, wie Du den passenden Beruf für Dich findest!

Beruf finden – Suche rechtzeitig beginnen

Je mehr Zeit man hat, sich über die Berufswahl Gedanken zu machen, desto unwahrscheinlicher ist es, dass man seine Entscheidung am Ende bereut. Deshalb ist es wichtig, schon vor den Abschlussprüfungen darüber nachzudenken und zu recherchieren. Dabei solltest du auch die jeweiligen Bewerbungsfristen beachten! Wenn Du gerne mehrere Optionen auch in der Praxis testen möchtest, kann dir ein Praktikum, beispielsweise in den Schulferien, weiterhelfen. Bei manchen Ausbildungen bzw Unternehmen ist es außerdem notwendig,vor Beginn der Ausbildung einen Eignungstest zu bestehen oder Probearbeiten zu absolvieren. Auch das will zeitlich eingeplant sein!

Dein Charakter

Damit Dir Deine Ausbildung Spaß macht und Du Dich dabei wohlfühlst, muss sie zu Deiner Persönlichkeit passen:

  • Bist Du eher der ruhige und zurückhaltende Typ, der gerne konzentriert alleine arbeitet?
  • Oder könntest Du den ganzen Tag reden, erklären und beraten?
  • Bist Du in einer Gruppe, etwa in der Schule bei Teamarbeiten, eher der Anführer?
  • Oder lässt Du Dich lieber von anderen leiten?

Wenn Du diese Fragen beantworten kannst, sagt das schon viel darüber aus, welche Ausbildung zu Dir passen könnte.

  • So arbeiten kommunikative Menschen oft am besten im Handel oder im Service – eben dort, wo sie direkt mit Kunden zu tun haben.
  • Wer gerne die Zügel in die Hand nimmt, ist vielleicht der geborene Teamleiter.
  • Und der eher Ruhige sortiert lieber Akten oder wertet Daten aus, statt Verkaufsgespräche zu führen.
  • Eventuell liebst Du auch die Herausforderung und suchst deshalb keine 08/15-Ausbildung?

Wenn es Dir schwer fällt, Dich selber einzuschätzen, dann setze Dich doch mit einem Familienmitglied oder einem Freund zusammen und hole Dir so eine zweite Meinung an Bord.

Dein Hobby zum Beruf machen

Die Lehrstelle und später auch den Beruf mit privaten Interessen verbinden; quasi das zu tun, was Spaß macht, das wäre doch klasse. Denn was nützt die „angesehenste“ Ausbildung, wenn sie so gar nicht zu Dir und Deinen Interessen passt?

  • Natürlich kannst Du eine Lehre im Bereich Wissenschaften in Betracht ziehen, wenn Du Dich für Hintergrundforschung und fürs Experimentieren interessierst.
  • Oder hast Du Papa schon immer beim Schrauben und Werkeln geholfen? Dann zieh doch eine Ausbildung im Handwerk in Betracht.
  • Magst Du Tiere besonders gern? Dann bewirb Dich doch für eine Lehrstelle zum/zur Tierpfleger/in, zum/zur Tierarzthelfer/in oder zum/zur Pferdewirt/in.
  • Oder organisierst Du gerne coole Partys? Wie wäre es dann mit einer Ausbildung zum/zur Veranstaltungskaufmann/-frau?

Es ist oft leichter als gedacht, Deine Hobbys und Deine Ausbildung unter einen Hut zu bringen.

Deine Stärken

Auch ein Blick auf Deine Noten gibt Aufschluss, was Dich später im Berufsleben begeistern kann.

  • Wenn Deine Noten in Englisch besonders gut sind und es Dir leicht fällt, diese Sprache zu lernen, könntest Du der/die geborene Dolmetscher/in sein.
  • Macht Dir Mathematik und das Jonglieren mit Zahlen so richtig Spaß? Dann wäre eine Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten oder zum/ Buchhalter womöglich perfekt für Dich.
  • Wenn Du hingegen lieber kreativ bist und im Kunstunterricht so richtig aufdrehst, wäre eine Lehre zum/zur Gestalter/in eine spannende Möglichkeit.

Checkliste schreiben und passende Ausbildung finden!

Mache Dir am besten Notizen zu Deinen charakterlichen Stärken, zu Deinen Hobbys und Deinen Lieblingsfächern in der Schule und gleiche sie mit möglichen Ausbildungsberufen ab, die für Dich in Frage kommen. Streiche all jene von Deiner Liste, die sich nach Deinem persönlichen Check als gar nicht passend herausstellen. Auf dieser Basis kannst Du dann eine sehr gute Bewerbung schreiben. Denn Unternehmen ist es wichtig, dass sich der Bewerber selbst gut einschätzen kann und zur freien Stelle passt. Es bringt nämlich auch den Firmen nichts, wenn ihre Azubis die Lehre auf halbem Weg abbrechen.

Wenn Dir diese Selbsteinschätzung schwer fällt und Du trotz aller Grübelei nicht sicher bist, ob Du wirklich die richtige Ausbildungsstelle für Dich finden kannst, dann helfen Dir auch die Berufsberater der Arbeitsagentur in Deiner Nähe weiter.

Ausbildung nicht bekommen? Dein Plan B!

Wenn es mit Deiner Wunschausbildung nicht klappt, weil es jede Menge andere und womöglich für die Firmen passendere Bewerber gibt, solltest Du den Kopf nicht in den Sand stecken. Denn Du kennst sicher das Sprichwort „Viele Wege führen nach Rom“. So muss es beispielsweise nicht zwingend die Ausbildung zum/zur Sport- und Fitnesskaufmann/-frau sein – auch mit einem Berufsabschluss zum/zur Diätassistenten/in kannst Du später in einem Fitnessstudio arbeiten. Ebenso ähnlich sind sich Ausbildungen in der Kranken- und Altenpflege – oder wenn alle Ausbildungsstellen zur/zum Erzieher/in belegt sind, versuche doch, Dich als Sozialarbeiter zu bewerben? Du siehst – Deine Möglichkeiten sind vielfältig!

Quelle: https://www.azubify.de/news/ausbildungsberufe/welcher-beruf-passt-zu-mir/

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