Diätassistent/in: Mehr als nur Schlankheitskuren

Wenn man das Wort Diätassistent/in hört, denkt man oft automatisch an vergangene Diäten: enthaltsame Ernährung, Heißhunger auf Süßes und der ständige Verzicht auf Leckereien. Aber im Grunde genommen meint eine Diät lediglich eine spezielle Art der Ernährung, also jede Form, bei der nur bestimmte Nahrungsmittel verzehrt oder eben nicht verzehrt werden dürfen. Diätassistenten helfen einerseits Leuten, die sich einfach nur gesund ernähren möchten, andererseits aber auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine bestimmte Ernährung einhalten müssen. Heutzutage gibt es genug Menschen mit verschiedenen Arten von Intoleranz. Einige leiden außerdem an Diabetes oder haben z.B. Organerkrankungen und müssen deswegen besonders genau auf ihre Gesundheit achten. Bei dem Überangebot im Supermarkt ist es alles andere als leicht, zu erkennen, welche Stoffe sich in welchen Nahrungsmitteln befinden. An dieser Stelle helfen Diätassistenten weiter.orange-juice-569064_1920

Art der Ausbildung: schulisch (Berufsfachschule und Krankenhaus)
Zuständige Stelle: Deine Prüfungen finden vor einem Prüfungsausschuss an deiner Schule statt.
Dauer der Ausbildung: 3 Jahre, Verkürzung auf 2,5 Jahre möglich.

Diät- und Ernährungsberatungen

Diätassistenten unterstützen also Menschen bei der Einhaltung einer Ernährungsweise, die für sie gesund ist. Dazu erstellen sie konkrete Ernährungspläne und dazu passende Konzepte für Therapien. Oftmals müssen diese Pläne nach einer bestimmten ärztlichen Verordnung erstellt werden. Zudem beraten Diätassistenten auch einfach nur Menschen, die bewusster auf ihre Ernährungsweise achten wollen.

Wenn du dich also für diese Ausbildung entscheiden solltest, lernst du zunächst, wie man den Ernährungszustand eines Patienten herausfindet und regelmäßig überwacht. Außerdem wirst du aufgeklärt darüber, welche Inhaltsstoffe bestimmte Lebensmittel haben und wie man Patienten über verschiedenste Diäten und Ernährungsweisen aufklärt und berät. Die schulische Ausbildung findet größtenteils in der Berufsfachschule statt, es gibt aber auch Praxisphasen in einem Krankenhaus (keine Angst, das ist später nicht dein einzig möglicher Arbeitsort). Am Ende der Ausbildung absolvierst du die Abschlussprüfung aus einem mündlichen, schriftlichen und praktischen Teil – bestehst du sie, bist du staatlich anerkannte/r Diätassistent/in.

Nach der Ausbildung beherrscht du die Anatomie des menschlichen Körpers, wie das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und den Verdauungstrakt. Schließlich musst du wissen, was mit der Nahrung genau passiert, nachdem deine Patienten sie zu sich genommen haben. Du weißt außerdem Bescheid über Diätetik, also die Lehre der richtigen Ernährung – und die richtige Ernährung bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Deswegen weißt du, wie man Tages- und Wochenspeisepläne erstellt und die entsprechenden Nahrungsmittel auswählt. Auch im Bereich Toxikologie wirst du dann bereits Einblicke erhalten haben, denn viele Nahrungsmittel enthalten toxische (umgangssprachlich giftige) Stoffe, die bei zu hoher Dosis krank machen können – als Diätassistent/in weißt du nach deiner Ausbildung, wie sie sich im Einzelnen auf den Körper auswirken.

Wenn du noch zur Schule gehst und diese Ausbildung anstrebst, dann solltest du in Biologie, Chemie und Mathe besonders aufpassen, denn auf diese Fächer wird in der Berufsschule aufgebaut. Zudem solltest du verantwortungsbewusst, sorgfältig und genau sein und eine gewisse Überzeugungskraft mitbringen – Menschen sind schwer von ihren Gewohnheiten abzubringen, und du musst sie motivieren und überzeugen können, dass sie den richtigen Weg gehen und sich ihre Disziplin auszahlen wird. Später arbeitest du dann z.B. bei Ernährungsberatungsstellen, in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Apotheken oder vielleicht sogar in einer eigenen Praxis. Denkbar sind auch Beschäftigungen in Hotels, Fitnesszentren oder Lebensmittelherstellern.

Eines solltest du noch wissen: Da du im Bereich der Pflege und Betreuung arbeitest, wird auch Schichtarbeit auf dich zukommen. Dafür musst du aber nur in Ausnahmefällen Dienstreisen antreten und hast somit einen relativ geregelten Arbeitsablauf.

Und, meinst du, diese Ausbildung könnte etwas für dich sein?

(Quelle: www.azubiyo.de)

Kommentar verfassen