Ein Job als Pferdewirt/in

Pferdewirt/in zu sein, bedeutet, den ganzen Tag lang durch grüne Wälder und weite Felder reiten zu dürfen, richtig? – Nicht wirklich. Denn Pferdewirte haben viel tiefergehende und vor allen Dingen weitreichendere Aufgaben und werden überall da gebraucht, wo Pferde gehalten oder gezüchtet werden. Sie arbeiten also in Reitschulen, Zuchtbetrieben, Rennställen oder Pferdekliniken und kümmern sich natürlich besonders um das Wohlergehen der Tiere. Pferdewirte sorgen für eine artgerechte und angemessene Haltung und die richtige Pflege, trainieren auf der anderen Seite aber auch Pferde oder geben Reitschülern Unterricht.horse-1424851_1920

Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)
Zuständige Stelle: Landwirtschaftskammer/ nachgeordnete Dienststelle des für Landwirtschaft zuständigen Ministeriums
Dauer: 3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Entscheidung für eine von fünf Fachrichtungen

Du hast richtig gelesen. Als Pferdewirt/in musst du dich im Laufe deiner Ausbildung auf eine von fünf Fachrichtungen spezialisieren, die wir dir kurz vorstellen wollen:

  • Klassische Reitausbildung: Hier lernst du alle Formen und Disziplinen des Reitens kennen – vom Springreiten bishin zur Dressur.
  • Pferdehaltung und Service: In der Fachrichtung steht die Gesundheit der Pferde an erster Stelle. Du kümmerst dich um das passende Zaumzeug und den Sattel für das Tier, organisierst den Transport bestimmter Tiere und berätst dahingehend natürlich auch deine menschlichen Kunden.
  • Pferdezucht: Hier lernst du hauptsächlich, nach welchen Kriterien man Zuchtpferde auswählt. Du kümmerst dich um trächtige Stuten und hilfst kleinen Fohlen auf die Welt – das erfordert viel Geduld und Geschick, aber auch die Fähigkeit, mal zupacken zu können.
  • Pferderennen: Du magst Geschwindigkeit und Action? In der Fachrichtung Pferderennen erfährst du alles rund ums Rennreiten und Trabrennfahren, d.h. wie man Rennpferde ausbildet, trainiert und gezielt auf bevorstehende Rennen vorbereitet.
  • Spezialreitweisen: Hört sich tatsächlich sehr speziell an. Wenn du in diese Fachrichtung gehst, dann erfährst du alles über bestimmte Gangarten von Pferden und lernst unter anderem Westernpferde kennen.

So läuft die Ausbildung ab

Sobald du alles von Dressur über Pferderennen bishin zur Zucht gelernt hast folgt zunächst eine Zwischenprüfung Mitte des zweiten Ausbildungsjahres. Außerdem musst du über den gesamten Zeitraum deiner Ausbildung ein sogenanntes Berichtsheft führen, was von deinem Ausbilder regelmäßig kontrolliert wird. Am Ende der (meistens) drei Jahre folgt – wie in jedem Ausbildungsberuf – eine Abschlussprüfung, die aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht.

Noch Fragen? Dann kontaktiere uns doch einfach über den Reiter „Kontakt“ oben rechts!

(Quelle: www.azubiyo.de)

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