Ergotherapeuten – Helfer zurück ins Leben

Wir können es uns vielleicht nicht vorstellen, vom einen auf den anderen Tag völlig aus der Bahn geworfen zu werden, aber es kann trotzdem jederzeit passieren. Oftmals sind es Unfälle oder andere traumatische Erlebnisse, mit denen die Ergotherapeuten zu tun haben. Sie behandeln sowohl physische als auch psychische Erkrankungen oder Störungen ihrer Patienten. Dazu kommen verschiedene Therapien und Behandlungsverfahren zum Einsatz. Als Ergotherapeut unterstützt du deine Patienten in allen denkbaren Lebenslagen: Du hilfst ihnen bei alltäglichen Aktivitäten wie einkaufen, waschen und essen und förderst gleichzeitig ihre Bewegungs- und Konzentrationsfähigkeit. Im neurologischen Bereich bedeutet das konkret, dass du einem Schlaganfall-Patienten zurück ins Leben hilfst. In der Psychatrie hingegen arbeitest du beispielsweise mit Suchtkranken oder verhaltens- und entwicklungsgestörten Kindern. Das sind nur Beispiele, aber du siehst, wie unterschiedlich deine Patienten sein können.relax-1276639_1920

Art der Ausbildung: schulisch (Berufsfachschule und Fachklinik, ergotherapeutische Praxis oder Altenheim)
Zuständige Stelle: Deine Prüfungen finden vor einem Prüfungsausschuss an deiner Schule statt.
Dauer: 3 Jahre, Verkürzung ist bei besonderen Voraussetzungen möglich

Das lernst du in der Ausbildung

Es geht zu erst einmal natürlich viel um Orthopädie, denn du hast die Aufgabe, deinen Patienten zu zeigen, wie sie trotz dauerhafter körperlicher Beeinträchtigungen ihr Leben gut meistern können. Du zeigst ihnen deswegen verschiedene Übungen und erklärst ihnen, wie sie sich das Leben durch kleine Veränderungen in ihrer Umgebung leichter machen können. Wie schon angedeutet ist auch Psychotherapie nicht ganz unbedeutend für diese Ausbildung, denn du musst psychotherapeutische Grundlagen erlernen, um eben auch stark traumatisierten Menschen helfen und einen Zugang zu ihnen finden zu können. Auch von der Rheumatologie hast du vielleicht schon gehört – auch die ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, in der es um den Umgang mit Patienten geht, die chronische Schmerzen erleiden müssen. Deine schwierige Aufgabe ist es also, diesen Patienten das Leben so lebenswert wie möglich zu machen.

In der Schule sind für diese Ausbildung übrigens gute Noten in Bio, Deutsch und Werken bzw. Technik von Vorteil. Hinzu kommen gestalterische Fähigkeiten, handwerklich-technisches Geschick sowie Verantwortung und Gefahrenbewusstsein.

Mögliche Arbeitsorte

  • Krankenhäuser
  • spezielle Praxen
  • Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen
  • Pflegeheime
  • Behindertenwohnheime
  • Kindergärten

Klingt doch abwechslungsreich, oder?

(Quelle: www.azubiyo.de)

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