GUT ZU WISSEN im Juli

Manche Dinge sind einfach gut zu wissen. Hier sammeln wir kurze Infos für euch, die uns bei der täglichen Arbeit über den Weg laufen!


👫 Ungleiche Chancen bei der Ausbildungssuche 👫

executive-461653_1920Selbst wenn der Lebenslauf fast identisch ist – bei der Ausbildungssuche haben Frauen leider oft geringere Chancen auf die Lehrstelle, als ihre männlichen Konkurrenten. Zumindest dann, wenn sich Frauen in Branchen bewerben, die von Männern dominiert werden. Das fand eine Studie des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Berlin heraus. Dabei bekamen insgesamt 636 Personaler/innen fiktive Bewerberunterlagen vorgelelgt und sollten diese auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten. Mit einem eindeutigen Ergebnis: Die angeblichen Bewerbungsunterlagen der Männer wurden durchschnittlich mit 0,9 Punkten besser bewertet – in technischen Berufen überlagen sie den Frauen sogar mit 1,23 Punkten.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 28.6.2017)


📱 Smartphone-Pause 📱

Nicht nur im Alltag, sondern auch in der Arbeitswelt nehmen Smartphones eine wichtige Rolle ein. Während wir im Büro den ganzen Tag abhängig von diversen technischen Geräten sind, lenken wir uns zwischendurch mit unserem Smartphone ab – doch das ist ganz und gar nicht gesund, vor allem nicht für unsere Psyche. Besser klappt es mit einer gemeinsamen Kaffeepause ohne Handy oder einem Spaziergang im Freien. Und auch zuhause sollte das Smartphone ab und zu an die Seite gelegt werden – besonders vor dem Schlafengehen. Wer die Ruhe daheim dann auch wirklich genießen möchte, der sollte außerdem die Benachrichtigungen über Arbeitsmails abschalten.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 5.7.2017)


Beleidigungen im Job

Dass es im täglichen Beruf öfters zu Diskussionen oder gar Auseinandersetzungen kommen kann, scheint ganz natürlich zu sein und passiert den meisten Arbeitnehmern früher oder später. Doch mit Beleidigungen sollten man besser vorsichtig sein, besonders natürlich in Zusammenhang mit dem eigenen Vorgesetzten. Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein beispielweise entschied jetzt in solch einem Fall gegen einen klagenden Mitarbeiter. Dieser hatte seinen Arbeitgeber als „soziales Arschloch“ beschimpft und war daraufhin nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit fristlos gekündigt worden. Die Klage wurde abgewiesen, da die Beleidigung nicht im Affekt entstand und weil derartige Bezeichnungen auch nicht in den Bereich der Meinungsfreiheit fallen.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 5.7.2017)


🔧 Geringer Frauenanteil in technischen Berufen 🔧

women-1209678_1920Eine Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung hat ergeben, dass Frauen seltener technische Berufe beginnen. 2015 fingen gerade einmal 12,4% der Frauen einen technischen Ausbildungsberuf an – genau wie bereits 1993. Mit 1% macht fast keine Frau beispielsweise eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker. Wenn, dann entscheiden Frauen sich eher für gesundheitstechnische oder kreative Ausbildungsberufe. Der Beruf des Augenoptikers beispielsweise wird mit 72% von den Frauen dominiert. Biologielaboranten haben einen Frauenanteil von 66%; Mediengestalter von 60%.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 5.7.2017)


 🔎 Fachkenntnisse werden wichtiger 🔎

Gerade in der Autoindustrie werden Fachkenntnisse immer wichtiger. Das liegt daran, dass ein Auto inzwischen komplex digital vernetzt ist, fast, wie ein rollendes Smartphone. Das bedeutet gleichzeitig neue Anforderungen an die Fachleute, denn inzwischen werden händeringend Unternehmensberater, Datenexperten und Softwarespezialisten gesucht. Mechatronische autos-214033_1920Kenntnisse und Erfahrungen mit der Softwareentwicklung werden immer wichtiger – es muss aber nicht jeder gleich ein Spezialist in Sachen IT sein. Fakt ist aber, dass ein guter Motor eine gute Steuersoftware haben muss, und dass deswegen immer mehr Programmierer gesucht werden.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 5.7.2017)


🌴 Urlaub für Minijobber 🌴

Auch Minijobber, die höchstens 450€ pro Monat verdienen, haben einen Anspruch auf Urlaub. Während der freien Tage muss der Arbeitgeber dann auch das normale Gehalt zahlen; als Minijobber muss man sich im Urlaub auch nicht selbst um einen Ersatz kümmern. Sind Urlaubstage im Vertrag nicht erwähnt, dann gilt automatisch das Bundesurlaubsgesetz, das festlegt, dass jeder Arbeitnehmer 12 freie Tage im Jahr hat. Das gilt auch für geringfügig Beschäftigte, die z.B. nur dreimal wöchentlich arbeiten. Wer fünf Tage die Woche arbeitet, hat schon Anspruch auf 20 freie Tage jährlich – dabei spielt die Anzahl der Arbeitsstunden keine Rolle.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 15./16.7.2017)


🎓 Eltern von Absolventen 🎓

Wie sieht es eigentlich mit dem Bildungsgrad der Eltern von einigen Absolventen aus? Das wollte auch das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln wissen und erhob dafür sozio-ökologische Daten. Heraus kam z.B., dass bei Absolventen von MINT-Fächern (MINT=Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) selten beide Eltern studiert haben. Von 2001 graduation-2038864_1920bis 2015 hatten bei den MINT-Berufen ca. 70% der Absolventen aber mindestens einen Elternteil, der keinen Uni-Abschluss hat. Bei Medizinern dagegen kam nur die Hälfte der Absolventen aus einem Haushalt, in dem nicht beide Eltern studiert haben.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 15./16.7.2017)


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