Ohne sie hebt kein Flugzeug ab: Fluggerätelektroniker/innen

Es ist absolut keine Schande, wenn du nicht wusstest, dass man eine Ausbildung zum/zur Fluggerätelektroniker/in machen kann. Schließlich scheint die Richtung ja auch ziemlich speziell zu sein. Vorweg lässt sich aber eines mit Sicherheit sagen: Gäbe es keine Fluggerätelektroniker/innen, dann würden alle Helikopter, Passagier- und Militärflugzeuge, Segelflugzeuge und Großraumtransporter einfach am Boden bleiben. Denn ohne elektrische oder elektronische Geräte geht nun mal gar nichts.aircraft-1043836_1920

Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)
Zuständige Stelle: IHK
Dauer: 3,5 Jahre, Verkürzung auf 2,5-3 Jahre möglich

Arbeit unter Zeitdruck

Im Berufsalltag kümmern sich Fluggerätelektroniker/innen um die zuverlässige Funktion aller elektronischen Geräte innerhalb des Flugzeuges. Das bedeutet, dass sie alle elektrischen Leitungen wie Steuer-, Signal- und Datenleitungen kontrollieren und am laufen halten. Das beinhaltet auch das Flugkontrollsystem und den Autopiloten. Systematisch werden alle technischen Bauteile überprüft und gegebenenfalls defekte Teile ausgetauscht – oftmals auch unter Zeitdruck. Denn wenn ein Pilot kurz nach Abflug eine Störung an Bord meldet, sollte die im Interesse aller möglichst schnell behoben werden. In Windeseile muss also die Ursache des Fehlers gefunden und behoben werden, damit der Luftverkehr nicht unnötig aufgehalten wird oder das Flugzeug womöglich sogar notlanden muss. Damit wären wir bereits beim obersten Ziel eines Fluggerätelektronikers: die Sicherheit im Luftverkehr zu gewährleisten.

In der Ausbildung lernst du auch rechtliche Rahmenbedingungen und technische Anforderungen im Bereich des Luftverkehrs kennen. Eine weitere wichtige Fähigkeit, die du dir während der normalerweise dreieinhalbjährigen Ausbildung aneignen solltest, ist die Dokumentation von Störungen und Fehlfunktionen. Trotzdem können ganz verschiedene Bereiche im Vordergrund deiner Ausbildung stehen. Das variiert je nach Branche, Betrieb und Position (hier findest du die zugehörige Ausbildungsverordnung).

Mögliche Einsatzbereiche:

  • in der Luft- und Raumfahrtindustrie
  • bei Fluggesellschaften
  • in Werkstätten von Flughäfen
  • bei der Bundeswehr

Dir stehen also alle Türen offen: Entscheide selbst, welchen Weg du gehen möchtest.

(Quelle: www.azubiyo.de)

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