Pflanzentechnologen: Hier ist Geduld gefragt

In dem Beruf als Pflanzentechnologe/-technologin ist Geduld alles: Bis das Ergebnis der eigenen Arbeit sichtbar wird, kann es Wochen oder sogar Monate dauern. Denn Pflanzentechnologen sind spezialisiert darauf, bestimmte Pflanzenarten zu züchten. Die Zeit zwischen gesetztem Spross und der ausgewachsenen Pflanze kann sich dabei ganz schön hinziehen – der lange Prozess ist dabei sicherlich auch Gewöhnungssache.

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Im Saatgutbetrieb KWS Saat SE in Einbeck beispielsweise werden in einem speziellen Kulturlabor Nutzpflanzen wie Zuckerrüben, Raps und Weizen gezüchtet. Das Ziel ist dabei immer, neue Linien zu züchten, die an wärmere oder kältere Regionen anpassbar sind, einen besonders hohen Ernteertrag einbringen oder resistent gegenüber bestimmten Krankheiten oder Schädlingsbefällen sind.

Während der Ausbildung lernen angehende Pflanzentechnologen, wie Saatgut vermehrt wird und wie entsprechende Versuche dazu geplant, durchgeführt und ausgewertet werden können. Voraussetzung für die Ausbildung ist vor allem die richtige Grundeinstellung: die Liebe zur Natur und der Spaß an der Arbeit mit Pflanzen. Zudem hilft Geschicklichkeit bei dem Umgang mit Pinzette und Skalpell.

Mögliche Einsatzorte sind später private Pflanzenzucht-Unternehmen, Untersuchungs- und Forschungsanstalten und Hochschulinstitute. Die Aufstiegschancen sind dabei übrigens gut: Pflanzentechnologen können als Teamleiter arbeiten oder einen Meister machen. Die Ausbildung eignet sich außerdem hervorragend, um ein ähnliches Studium anzuhängen. Im Moment besteht immer Bedarf an Azubis in den Unternehmen, denn im Jahr 2015 beispielsweise wurden deutschlandweit gerade einmal 36 Pflanzentechnologen erfolgreich ausgebildet. Das Einstiegsgehalt liegt dann nach abgeschlossener Ausbildung bei etwa 2.527€ brutto.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 28.6.2017)

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