So läuft die Ausbildung als Physiotherapeut/in ab

Ein Termin beim Physiotherapeuten kann für jeden von uns früher oder später Normalität werden. Denn egal, wie alt wir sind, wieviel Sport wir treiben oder eben nicht – ein leichter Unfall oder eine falsche Bewegung reicht aus, damit wir unsere Muskeln oder Gelenke auf einmal nicht mehr wie gewohnt nutzen können. Und genau an dieser Stelle kommt dann der/die Physiotherapeut/in ins Spiel, denn die speziell ausgebildeten Therapeuten sorgen dafür, dass unser Körper zum einen funktionstüchtig bleibt oder zum anderen wieder funktionstüchtig wird.wellness-285589_1920

Art der Ausbildung: schulisch (Berufsfachschule und Betriebspraktika)
Zuständige Stelle: Deine Prüfungen finden vor einem Prüfungsausschuss an deiner Schule statt.
Dauer: 3 Jahre, bei kombinierter Ausbildung mit Zusatzabschluss Gymnastiklehrer 3,5-4,5 Jahre (Verkürzung möglich)

Atemübungen, Elektro- und Wärmetherapien

Ja, Massagen sind längst nicht das einzige, was Physiotherapeuten drauf haben. Sie behandeln Patienten, die durch Behinderungen, Unfälle oder aufgrund ihres Alters körperlich eingeschränkt sind. Dabei nutzen sie je nach Einschränkung oder Beschwerden ihrer Patienten vielfältige Behandlungsmethoden und -konzepte, beispielsweise aktive Atem- und Bewegungsübungen, klassische Massagen und Kälte-, Wärme-, Hydro- oder Elektrotherapien. Dabei müssen sie sich jeweils an die Verordnungen des jeweils behandelnden Arztes ihres Patienten halten und entsprechend passende Konzepte zur Behandlung entwerfen.

Während deiner normalerweise drei Jahre dauernden Ausbildung lernst du zunächst die Anatomie des Menschen kennen. Das bedeutet, du kennst am Ende alle Körperteile und Muskelstränge des menschlichen Organismus. Darüber hinaus lernst du unterschiedliche Massagetherapien und -techniken kennen und erfährst, wie man sie anwendet. Das erfordert natürlich viel Übung und Feingefühl – und ohne Körperkontakt geht’s auch nicht. Nicht wundern: In deiner Ausbildung als Physiotherapeut/in erhältst du außerdem Einblicke in die Psychologie, denn während einer Behandlung kommt es oft vor, dass die Patienten sich über ihre Beschwerden unterhalten wollen. Du musst ihnen auch ab und zu die Angst nehmen und ihnen Mut machen können – Kommunikation und der Umgang mit anderen Menschen gehören eben genauso dazu wie das vorausgesetzte physiotherapeutische Wissen.

Wenn du dich für diese Ausbildung interessierst und noch zur Schule gehst, dann behalte auf jeden Fall deine Deutsch-, Bio- und Sportnoten im Auge, denn auf die kommt es nachher besonders an. Zudem sind bestimmte Stärken wichtig: deine Sorgfalt und Genauigkeit, deine Neugierde an der Physiotherapie und die Bereitschaft, mehr darüber zu erfahren sowie ein generelles Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein.

Bestehst du deine Abschlussprüfung, dann bist du ein/e staatlich anerkannte/r Physiotherapeut/in und landest mitten im Bereich der Pflege und Betreuung. In Ausnahmefällen kommen dann auch mal Dienstreisen auf dich zu, im Normalfall sind die Arbeitszeiten aber eher regelmäßig. Zudem wirst du – und das ist nicht überraschend – im ständigen Kontakt und Austausch mit anderen Menschen stehen.

Deine Hauptarbeitsorte sind später Behandlungsräume oder Patientenzimmer in:

  • Krankenhäusern
  • Rehakliniken
  • Altersheimen
  • Grundschulen
  • Sportvereinen (Sporthallen, Schwimmbäder)

Das war eigentlich das Wichtigste, was du über diese Ausbildung wissen solltest. Bei Fragen oder Interesse an dieser Ausbildung melde dich doch einfach über unser Kontaktformular!

(Quelle: www.azubiyo.de)

Kommentar verfassen