Stress vermeiden als Azubi

Die Ausbildung beginnt und anfangs ist noch alles aufregend und neu. Andere Menschen sind tagtäglich um einen herum und alles ist irgendwie ungewohnt – und dann soll die Arbeit am besten noch von Beginn an richtig gut sein. Azubis sollten Ehrgeiz und Leidenschaft zeigen – wenn möglich von Tag eins an. Aber Vorsicht – zu viel Stress ist nicht gut. Das kann auch schnell nach hinten losgehen.

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Der größte Stress entsteht meistens, wenn sich Azubis alleingelassen fühlen mit ihren Aufgaben. Es ist deshalb wichtig, einen Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen zu haben, und nicht alles in sich hineinzufressen. Immerhin sind Menschen auch keine Maschinen und können eben nicht rund um die Uhr perfekt funktionieren – hier sollten sich vor allem junge Azubis nicht zu viel Stress und Druck machen (lassen). Generell hilft immer ein Feedback von anderen zur eigenen Arbeit. Es muss nicht immer gleich der Vorgesetzte sein; auch Kollegen oder andere Azubis können helfen, die eigene Arbeit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten – auch das verringert die Anzahl von Stresssituationen.

Aber nicht nur Azubis, die denken, sie würden zu wenig leisten, sind Burnout-gefährdet. Besonders diejenigen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben, leiden oft unter zu viel Stress, weil sie nicht richtig abschalten können. So ist es beispielsweise bei Pflegeberufen, bei denen man eigentlich rund um die Uhr Menschen mit bestimmten Problemen betreut und umsorgt. Das macht es schwierig, die Probleme nach der Arbeit nicht mit nachhause zu nehmen, obwohl das so extrem wichtig ist.

Helfen können dann bestimmte Rituale, die auch dem Kopf klarmachen: „Hier ist der Job vorbei. Du bist jetzt zuhause.“ Ob das ein Spaziergang von der Arbeit nachhause ist, ein Kaffee mit dem Partner oder Freunden, oder einfach nur eine warme Dusche zuhause – solche Gewohnheiten können helfen, runterzukommen und unnötigen Stress zu vermeiden. Letztendlich muss aber jeder sein eigenes Ritual finden, um nach einem nervenaufreibenden Arbeitstag zur Ruhe zu kommen.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 12.7.2017)

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