Tierarzt werden erfordert kaufmännisches Geschick

Rund 5000 junge Menschen in Deutschland bewerben sich jährlich auf einen Studienplatz der Veterinärmedizin – freie Studienplätze gibt es allerdings gerade einmal 1000. Der Tierarztberuf ist immer noch sehr beliebt, aber viele vergessen, dass es mehr braucht, als nur Tierliebe: nämlich unternehmerisches Denken. Warum?

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Rund die Hälfte der Absolventen, die als Tierarzt arbeiten, macht sich selbstständig. Nicht nur das Studium mit zahlreichen Prüfungen, sondern auch der spätere Berufsalltag hat es dabei in sich. Bei Notfällen müssen Tierärzte bereit sein, auch mal nachts aufzustehen und kranke Tiere zu behandeln. Wieso sich dennoch so viele Absolventen um einen Arbeitsplatz als Tierarzt bemühen, weiß Bärbel Rühe, die selbst als Tierärztin in der Kleintierklinik der Freien Universität Berlin arbeitet:

„Man bekommt so viel zurück.“

Und nicht nur das: Auch die Berufschancen nach einem abgeschlossenen Studium sind gut, denn es gibt außer Klein- und Großtierarztpraxen viele unterschiedliche Bereiche, in denen man als Veterinärmediziner arbeiten kann, beispielsweise in der Lebensmittelkontrolle, im Veterinäramt, im Tierschutz oder in der Pharmazie.

Wer also tierlieb ist, auch mal zupacken kann und gleichzeitig in der Lage ist, unternehmerisch zu denken, der kann sich mit dem richtigen Schulabschluss auf jeden Fall als Veterinärmedizinstudent/in bewerben. Wer weiß, vielleicht gelingt dem ein oder anderen später tatsächlich der Schritt in die Selbstständigkeit, den sich so viele erträumen.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 25./26.02.2017)

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