Wenn Herrchen nicht weiter weiß: Tiermedizinische Fachangestellte

Kaum eine Liebe könnte größer sein als die zum eigenen Haustier! Egal ob Hund, Katze, Meerschweinchen oder Maus – tiermedizinische Fachangestellte versorgen von klein bis groß jedes Haustier, was in die Praxis kommt.  Genauer gesagt assistieren sie den Tierärzten bei deren Aufgaben und erstellen zum Beispiel Röntgenbilder oder bereiten Operationen vor – etwa so wie Krankenschwestern in der Klinik oder Arzthelferinnen bei deinem Hausarzt. Tiermedizinische Fachangestellte kümmern sich außerdem darum, dass die Patientenakten aktuell bleiben – denn egal ob Mensch oder Tier, jede Behandlung muss dokumentiert werden. Beispielsweise können Haustiere Allergien gegen bestimmte Impfstoffe haben. Dann ist es wichtig, dass die Fachangestellten den behandelnden Arzt darüber informieren, bevor er dem Tier eine Spritze gibt. Zu guter Letzt beraten tiermedizinische Fachangestellte auch die Halter der Tiere. Denn oftmals müssen die sogar mehr beruhigt werden, als die eigentlichen Patienten.kitten-870357_1280

Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)
Zuständige Stelle: (Landes-)Tierärztekammern
Dauer der Ausbildung: 3 Jahre, Verkürzung auf 2,5-2 Jahre möglich

Vielfältige Einsatzorte

Wenn du dich für diese Ausbildung entscheidest, lernst du als erstes verschiedene Arzneimittel, Impfstoffe und Laborinstrumente kennen. Außerdem musst du wissen, wie man sich artgerecht um die verschiedensten Tiere kümmert – du solltest einen Chihuahua zum Beispiel etwas sanfter anfassen, als du es bei einem Schäferhund machen kannst. Im Laufe der Ausbildung lernst du dann, wie du Untersuchungen (beispielsweise von Hautproben) im Labor auswertest und darfst schließlich auch bei Operationen assistieren, wenn du so weit bist. Das heißt also, du musst Blut sehen können und darfst nicht allzu zimperlich sein. Manchmal muss auch fest zugepackt werden, da ist Scheu dann weniger hilfreich.

Am Ende der Ausbildung erwartet dich ein breites Spektrum an Einsatzorten: Du kannst in Büros, Laboren und Behandlungsräumen arbeiten. Dafür kommen beispielsweise Tierarztpraxen und Tierkliniken in Frage, genauso gut aber auch Zoos und Tierheime.

Was du am Ende lernst?

  • Haustiere immunisieren: Du impfst Tiere, um sie vor Schlimmerem zu bewahren.
  • Mit Notfällen umgehen: Hier gilt es, einen klaren Kopf zu bewahren um das Tier nicht nur bestmöglich, sondern vor allem schnellstmöglich zu behandeln.
  • Bestimmungen zum Seuchenschutz: Seuchen können leichter ausbrechen, als du vielleicht denkst. Deswegen lernst du alle Quellen, Wege und Gefahren einer Infektion kennen.

Zwei letzte Tipps noch: Vorteilhaft für die Ausbildung sind gute Noten in Deutsch, Mathe und Biologie. Oft vorausgesetzte Eigenschaften sind Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Neugierde für die Ausbildung – viel kann also nicht schief gehen, wenn du mit einer ordentlichen Portion Interesse und Leidenschaft an die Sache rangehst!

(Quelle: www. azubiyo.de)

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