Wenn im Vorstellungsgespräch plötzlich nach Kindern gefragt wird

Den meisten Schülern und angehenden Azubis passiert das vielleicht momentan eher selten – aber früher oder später kann in Vorstellungsgesprächen die Frage nach Kindern kommen. Von sich aus muss man das Thema jedenfalls nicht ins Spiel bringen. Doch auch wenn vom potenziellen Arbeitgeber explizit danach gefragt wird, muss man nicht alles preisgeben.

Denn prinzipiell hat es nichts mit dem Job zu tun, ob jemand Kinder hat, oder nicht – schließlich spielen auch andere Faktoren wie die Eltern, der Partner oder Freunde sowohl im Bewerbungsggespräch als auch später im Job keine wirkliche Rolle. Wer aber doch gefragt wird, sollte ehrlich antworten, denn – egal ob er den Job bekommt oder nicht – die Wahrheit kommt meistens sowieso ans Licht.

Eine Ausnahme gibt es aber doch, bei der man nicht ehrlich sein muss: nämlich wenn die Frage nach einer Schwangerschaft gestellt wird. Da die Frage gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetz verstößt, kann bei der Antwort auch ruhig zunächst geflunkert werden – allerdings lässt sich die Lüge im Falle einer fortschreitenden Schwangerschaft wohl nicht sehr lange aufrecht erhalten.

Ausnahmefälle gibt es immer. In der Regel haben Bewerber (vorausgesetzt, die Frage wird überhaupt gestellt) kein Problem damit, zu ihren Kindern zu stehen – viele merken auch im Lebenslauf schon an, wie viele Kinder sie haben.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 31.5.2017)

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