Worauf ihr bei der Ausbildungswahl unbedingt achten solltet

Es ist ohnehin schon schwierig, die passende Ausbildung zu finden. Oftmals interessiert man sich in der Schule schon für viele Dinge, weiß aber nicht genau, wo das alles hinführen wird. Diese Entscheidung kann dir natürlich keiner abnehmen, und es weiß auch niemand, wie dein beruflicher Weg aussehen wird. Das Einzige was hilft, ist, sich Tipps und Ratschläge von Profis geben zu lassen und dann selbst abzuwägen und zu entscheiden.

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Einer dieser Tipps kommt beispielsweise von Innovationscoach und Buchautor Jens-Uwe Meyer. Er rät Auszubildenden, zu hinterfragen, ob das, was sie machen, noch zeitgemäß ist:

„Es reicht heute nicht, das zu lernen, was ältere Mitarbeiter zu Berufsbeginn gelernt haben.“

Damit meint er, dass Jugendliche bei der Ausbildungswahl vor allem darauf achten sollten, dass in der jeweiligen Firma oder dem Betrieb bereits digital gearbeitet wird. Auch einfache Aufgaben sind betroffen. Nicht einmal Professor Weiß vom Bundesinstitut für Berufsbildung allerdings traut sich, zu mutmaßen, welche Berufe es in Zukunft vielleicht nicht mehr geben wird, weil sie einfach nicht mehr mit der Zeit gehen. Er rät deswegen, sich nicht zu sehr von einer möglichen Digitalisierung leiten zu lassen.

Demnach sind auch Betriebe, in denen die Digitalisierung keine allzu große Rolle spielt oder zukünftig spielen wird, für den Anfang völlig in Ordnung. Weiß sagt nämlich:

„Der Ausbildungsberuf muss heute nicht mehr Lebensberuf sein.“

Womit er Recht hat. Am besten, du fängst erstmal die Ausbildung an, für die du dich am meisten begeistern kannst. Im Laufe der Jahre wird sich zeigen, inwiefern der Beruf mit der Zeit geht und sich in digitaler Hinsicht weiterentwickelt. Fest steht – und das gilt grundsätzlich für jede Ausbildung -, dass es immer Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt, wenn die Ausbildung abgeschlossen ist.

Entscheidend ist, dass du Interesse an deinem Beruf zeigst und im Laufe der Zeit eine Vorstellung entwickelst, in welche Richtung es beruflich mal gehen soll. Wenn du also merkst, dass die Ausbildung dich grundlegend interessiert, du dich aber mehr auf einen bestimmten Bereich konzentrieren willst, dann kannst du die Ausbildung erstmal beenden und dich später spezialisieren. Wenn du eine Ausbildung beginnst, und nach wenigen Wochen merkst, dass das absolut gar nichts für dich ist, solltest du ernsthaft über einen Wechsel nachdenken – denn wenigstens die Grundrichtung sollte stimmen.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 19.02.2017)

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